02.08.2021

Zweimal Edelmetall für Luzern

Das Luzerner Team an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften. Hinten von links: Eric Köhler, Péter Kopacsi, Nino Grob, Richard Georgiev, Micha Grob, Gian Germann, Axel Mitbauer (Trainer). Vorne von links: Lynn Müller, Linn Grob, Maria Mitbauer, Lea Zimmermann. Es fehlen Cheftrainer Sascha Silva und Athlet Joaquin Schulz (krank). Bild: PD

Das Luzerner Team an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften. Hinten von links: Eric Köhler, Péter Kopacsi, Nino Grob, Richard Georgiev, Micha Grob, Gian Germann, Axel Mitbauer (Trainer). Vorne von links: Lynn Müller, Linn Grob, Maria Mitbauer, Lea Zimmermann. Es fehlen Cheftrainer Sascha Silva und Athlet Joaquin Schulz (krank). Bild: PD

Das Swim Team Lucerne vermochte an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften in Aarau mit guten Resultaten zu überzeugen. Überstrahlt wurden die Leistungen von Richard Georgiev und Micha Grob.

Es war für das Swim Team Lucerne wie für viele andere Sportklubs keine einfache Saison. Während mehrerer Wochen konnten die öffentlichen Pools wegen des Lockdowns nicht genutzt werden, wichtige Einnahmen durch die Schwimmschule, die ebenfalls nicht stattfinden konnte, blieben aus. «Hält sich die Delta-Variante zurück, sollten wir aber über die Runden kommen», meint Bertrand Grob, Co-Präsident Swim Team Lucerne. Der Klubvorstand hatte sich die letzten Monate bemüht, dass die nötigen Gelder für die Förderung des Nachwuchses trotz der schwierigen Umstände generiert werden konnten, der administrative Aufwand war enorm. Swiss Olympic, der als Dachverband den Schwimm-Nachwuchsstützpunkt in Luzern unterstützt, deckte beispielsweise rund 50 Prozent der Ertragsausfälle. 

 

Georgiev und Grob auf dem Podest

Mitte Juli wurden die Klubverantwortlichen aber mit den Erfolgen an den Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften zumindest etwas für ihren enormen zusätzlichen Aufwand entschädigt. Allen voran durch Richard Georgiev aus Meggen, der sich über 1500 Meter die Goldmedaille sicherte. Die Anspannung hielt sich beim Rennen des 16-Jährigen in Grenzen. Georgiev schwamm zu einem überlegenen Start-Ziel-Sieg. Mit der Zeit war Georgiev trotz allem nicht ganz zufrieden: «Ich wäre gerne zehn Sekunden schneller geschwommen», erklärte der 16-Jährige nach dem Rennen. Noch deutlich schneller muss er auch werden, wenn er sein Ziel im nächsten Jahr erreichen will. «Für die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften muss ich über 1500 Meter etwa eine halbe Minute schneller sein», blickt der Schweizer Meister bereits wieder nach vorne.

Mehr Nerven benötigten die Zuschauerinnen und Zuschauer tags darauf beim Rennen von Micha Grob. In einem hart umkämpften Rennen über 100 Meter Brust sicherte er sich in 1:09,19 die Bronzemedaille. Grob, der vor wenigen Tagen seinen 16. Geburtstag feierte, war kurz vor den Schweizer Meisterschaften noch krank gewesen, die Vorbereitungen gestalteten sich dementsprechend schwierig. «Ich habe das Maximum herausgeholt und bin mit meinem Resultat zufrieden», bilanzierte er seine Schweizer Meisterschaften. Seine persönliche Bestzeit verpasste er um lediglich sieben Hundertstel. Micha Grob wird nun den Fokus auf die Schweizer Meisterschaften mit der Elite legen. Dort möchte er Erfahrungen sammeln und die Qualifikation für die B-Finals der  besten 16 Schwimmer schaffen. In den nächsten zwei Jahren möchte aber auch er sich für die Junioren-EM qualifizieren.

Mit etwas mehr Wettkampfglück hätte es den beiden Luzerner Nachwuchs-Schwimmern an den Schweizer Meisterschaften gar noch zu mehr gereicht. Richard Georgiev verpasste über 400 Meter Freistil eine weitere Medaille um acht Zehntel. Auch Micha Grob verpasste das zweite Edelmetall über 200 Meter Brust lediglich um gute sieben Zehntel. 

 

Weitere gute Resultate

Dass die Nachwuchsförderung beim Swim Team Lucerne stimmt, beweisen auch andere Schwimmerinnen und Schwimmer mit guten Resultaten. Nino Grob, der Bruder von Micha, erreichte über 800 Meter Freistil den starken 6. Platz. Maria Mitbauer vermochte ihre persönlichen Bestzeiten deutlich zu unterbieten und erreichte über dieselbe Distanz den 8. Rang. Über 200 Meter Rücken liess sie im Final ebenfalls einen 8. Rang folgen. Die guten Resultate wurden mit dem 5. Rang durch Gian Germann, Micha Grob, Péter Kopacsi, Richard Georgiev in der 4 × 100 Meter Lagen Staffel und dem 6. Rang (Georgiev, Grob, Schulz, Kopacsi) über 4 × 100 Meter abgerundet.

Marcel Habegger