Region
04.07.2022

Nicht förderlich für den Umsatz

Grosse Menschenmassen wirken sich eher negativ auf das Geschäft aus. Bild: Bruno Gisi
Das Luzerner Stadtfest-Visual wird versteigert.

Grosse Menschenmassen wirken sich eher negativ auf das Geschäft aus. Bild: Bruno Gisi

Grosse Menschenmassen wirken sich eher negativ auf das Geschäft aus. Bild: Bruno Gisi
Das Luzerner Stadtfest-Visual wird versteigert.

Das Luzerner Stadtfest-Visual wird versteigert.

Das Stadtfest wird von den Organisator:innen als Erfolg gewertet – auch Gewerbler sind positiv gestimmt, auch wenn das Stadtfest weniger Umsatz gebracht hat als ein gewöhnlicher Samstag.

Musste das Gewerbe Umsatzeinbussen hinnehmen, weil nur noch halb so viele Personen an das Stadtfest gekommen sind? Überhaupt nicht, im Gegenteil. Obwohl alle Befragten hinter dem neuen Konzept des Stadtfests stehen, erklärten sie: Für eine Umsatzsteigerung sorgt das Fest nicht. «Unter dem Strich sind die Tage ohne Altstadtaktivitäten bessere Umsatztage als solche mit Altstadtaktivitäten», sagt beispielsweise Urs Niederer, Inhaber von Götti + Niederer Optik am Mühlenplatz. «Altstadtaktivitäten sind für mein ­Geschäft umsatzhemmend», erklärt er gar. Natürlich gebe es Neukunden, die bei schönem Wetter eine Sonnenbrille kaufen würden. «Meine Kunden meiden jedoch eher die Altstadt bei grossen Menschenansammlungen. Zudem sind ab dem Nachmittag die Lärmemissionen so hoch, dass man nicht mehr wirklich beraten kann.» Hinter dem Stadtfest steht er aber trotzdem: «Denn eine Altstadt lebt von Events und bringt Menschen zusammen», sagt er. Dies erachtet auch Josef Williner, Präsident der City-Vereinigung Luzern, so: «Grundsätzlich finden wir es gut, wenn durch Anlässe die Attraktivität der Stadt gesteigert wird und so Gäste nach Luzern kommen. Frequenzen sind für den stationären ­Detailhandel sehr wichtig. Jeder Gast ist auch ein potenzieller Kunde», so Williner.

Auch Bruno Heini von der Heini Conditorei freut sich über das neue Stadtfest, obwohl sich dieses nicht besonders auf den Umsatz auswirkt. «Da der Samstag eh der umsatzstärkste Tag der Woche ist, fällt ein solches Fest nicht gross ins Gewicht. Oder anders gesagt: Mehr als jeden Tisch voll besetzt haben können wir nicht. Und dies haben wir auch ohne Fest», so Heini. Von allen Samstagen im Jahr würde er den Stadtfest-Samstag aber zumindest im vordersten Drittel der umsatzstärksten Tage des Jahres sehen.

Coop gibt keine Auskunft

In früheren Jahren hatten jeweils gerade Jugendliche ihre Getränke im Supermarkt anstatt am Fest gekauft. Coop äussert sich jedoch nicht dazu, ob sich dies in diesem Jahr geändert hat. Mirjam Arnold, Leiterin Kommunikation Nordwestschweiz/Zentralschweiz/Zürich, erklärt lediglich: «Die Entwicklung unserer Coop-Verkaufsstelle im Bahnhof Luzern entspricht unseren Erwartungen.» Gemäss Claire Freudenberger, Mediensprecherin der Manor AG, kann sich ein Stadtfest durchaus positiv auf die Umsatzzahlen auswirken, und «bei Schlechtwetter ist zudem eine Shoppingtour im Manor-Warenhaus eine Alternative», sagt sie. Neben dem Stadtfest spüre Manor auch die Fasnacht in den Städten, die eine grosse Fasnachtstradition hätten. «Das bemerken wir in Luzern genauso wie in Solothurn oder Basel, wo sich die Besucher:innen im Bereich Fashion, Kostüme, Accessoires und Beauty ausrüsten.»

«Es war ein sauberes Fest»

Ein positives Fazit zieht das Strassen­inspektorat. «Es war ein sauberes Fest», bilan­ziert Florian Aschbacher, Leiter Betrieb und Strassenunterhalt der Stadt ­Luzern. «Aufgrund des schlechten Wetters am Freitag waren wir am Samstagmorgen entsprechend schnell fertig, aber auch nach dem Samstag kamen wir zügig durch.» In einem kommenden Jahr könne man wohl noch weniger Personal aufbieten. Mit einem Fasnachtstag oder dem früheren Luzerner Fest sei dies nicht zu vergleichen gewesen. Gemäss Aschbacher kamen zwischen 5 und 8 Tonnen Abfall zusammen.

Marcel Habegger

 

Box: Versteigerung des Stadtfest-Viscuals

 

Das Visual des ersten Stadtfests wird zu einem guten Zweck versteigert. Wer das Unikat von QueenKong ersteigern möchte, meldet sich bis Freitag, 8. Juli, bei marketing@stadtfestluzern.ch mit folgenden Angaben: Was ist dein persönliches Höchstgebot? Weshalb sollst gerade du das Kunstwerk erhalten? Warum bereitet dir das Kunstwerk Freude? Das Mindestgebot liegt bei 1000 Franken.

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