Region
26.09.2022

Luzern wählt «Speed»-Variante

Haben Grund zur Freude: Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula
und Peter Schmidli der Abteilung Umweltschutz. Bild: Marcel Habegger

Haben Grund zur Freude: Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula

Der Vorschlag des Grossstadtrats hat sich bei der Klima- und Energiestrategie in der Stichfrage durchgesetzt. Jetzt müssen die Verwaltung und alle Beteiligten aufs Tempo drücken.

Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula hatte am Sonntag ein Lachen auf dem Gesicht, als er vor die Medien trat. Die Bevölkerung hatte beide Vorlagen zur Energie- und Klimastrategie angenommen, sich am Sonntag in der Stichfrage mit 53,17 Prozent für die Vorlage des Stadtparlaments, also die ambitioniertere Variante, ausgesprochen. «Es ist ein gutes Zeichen für die Umwelt, für die Bio-Diversität und die zukünftigen Generationen», erklärte Adrian Borgula. 

Für einen kurzen Augenblick schien vergessen worden zu sein, dass die Stadt Luzern in Sachen Klima kaum relevant beziehungsweise entscheidend ist. Das weiss natürlich auch Adrian Borgula. «Wir können das Rad damit nicht zurückdrehen, wir können aber unseren Beitrag dazu leisten», erklärte er. Der Stadtrat freute sich auch, dass in Zukunft bei der  Energieherstellung mehr Wertschöpfung in der Stadt bleibt.

Nun heisst es Ärmel hochkrempeln

Adrian Borgula erwähnte an der Pressekonferenz auch: «Einen Tag können wir feiern, danach gilt es weiterzuarbeiten», denn der Zeitplan ist sportlich. Die Zukunft wird weisen, inwiefern die Ziele bis 2030 realisierbar sein werden. 

Die Unterstützer:innen des Gegenvorschlags hatten im Vorfeld mehrfach aufgezeigt, dass bei erneuerbaren Technologien nicht nur beim Material, sondern auch bei den Fachkräften ein Mangel besteht. Die CKW haben aktuell alleine 170 offene Stellen. «Jetzt schon zu sagen, das sei nicht möglich, kann man nicht; dass es schwierig ist, sagen wir alle», so die Einschätzung von Adrian Borgula.

Das steht auf dem Plan

Die von der Stimmbevölkerung beschlossene Klima- und Energiestrategie sieht Anpassungen der bestehenden langfristigen Zielsetzungen vor: Der Ausstoss von energiebedingten Treibhausgasen soll bis 2040 auf 0 Tonnen reduziert, der Energieverbrauch bis 2050 auf 2000 Watt Dauerleistung pro Kopf der Bevölkerung gesenkt, der benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen und zu einem möglichst grossen Teil durch Solaranlagen in der Stadt Luzern hergestellt werden. Zudem wird eine weitere Reduktion des seit zehn Jahren stetig sinkenden Strassenverkehrsaufkommens angestrebt. Als Massnahme sollen rund 3600 Parkplätze in der Stadt verschwinden. Für die Umsetzung der 32 Massnahmen bis 2030 stehen finanzielle Mittel über insgesamt 32,55 Millionen Franken zur Verfügung.

Mobilität als Sündenbock?

Adrian Borgula hofft neben neuer Technologie auch mit Verzicht, den CO2-Ausstoss verkleinern zu können. «Gerade in der Mobilität gibt es sicher noch sehr viele Möglichkeiten, wie man Treibhausgase und Energie einsparen kann», so Borgula. Ist es also nur eine Frage der Zeit, bis die Automobilisten die nächste Massnahme erwartet? Adrian Borgula wehrte sich an der Pressekonferenz gegen den Vorwurf, die Mobilität liege bei ihm im Fokus, erklärte aber: «Seit 1990 sind Gebäude bereits deutlich energieeffizienter geworden, bei der Mobilität ist zwar auch einiges gegangen, da es aber heute mehr Autos gibt, hat sich in diesem Bereich doch noch sehr wenig getan», so der Mobilitätsdirektor. Kurze Zeit später betonte er auch, dass es bei der nächsten Mobilitätsstrategie Anpassungen geben könnte. 

Neben der Mobilität sieht er aber auch bei den Heizungen viel Potenzial, denn fast die Hälfte des Energiekonsums ist auf Heizungen zurückzuführen. Darauf wird nun in den nächsten Wochen auch der Fokus rücken. Die öffentliche Auflage der revidierten BZO ist bereits nach den Herbstferien vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt müssen auf neuen oder wesentlich geänderten Dächern Solaranlagen installiert werden. In Teilen des Stadtgebietes dürfen zudem keine Öl- und Gasheizungen mehr neu installiert werden. Welche Stadtteile davon betroffen sein werden, wollte Borgula am Sonntag noch nicht bekannt geben.

Marcel Habegger

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